Weiterbildungskurse |
Aufbaukurs Historische Aufführungspraxis
Über 3 Semester verteilt vermittelt dieser Kurs einen umfassenden Überblick zu den wichtigsten Fragen der historischen Aufführungspraxis des 17. und 18. Jahrhunderts. Im Zentrum stehen dabei das gemeinsame Studium der Quellen (z.B. historische Instrumentalschulen, musikkritische Aufsätze des 17. / 18. Jahrhunderts etc.) sowie die praktische Anwendung dieser Erkenntnisse. Kammermusikalisches Arbeiten zeigt, wie das Gelernte den Weg in die tägliche Musikpraxis finden.
Die Semester können ohne weiteres einzeln besucht werden. Der Kurs ist anerkannt im Rahmen der SMPV-Ausbildung im Pflichtfach Aufführungpraxis.
Die Kurse erlangten 2006 das SMPV-Attest für Weiterbildungskurse.Winter-Semester 2010-11
1. Frühbarock
Zuerst sammeln wir die wichtigsten um 1600 noch gültigen Regeln der Aufführungspraxis der Spätrenaissance. So untersuchen wir z.B. den damaligen Gebrauch der Kirchentonarten, ohne deren Verständnis die Musik um 1600 nur schwer zugänglich ist. Dann interessiert uns die Verzierungslehre des späten 16. Jahrhunderts, die im Frühbarock zu einer solchen Blüte gelangte, dass sie zusammen mit der Tanzmusik die eigenständige Instrumentalmusik hervorbrachte.
Weiter widmen wir uns dem neuen Wort-Ton-Bezug, den neuen konzertanten Formen und den Tänzen im frühbarocken Europa. Caccini, Praetorius, Bernhard, Morley und Rognoni begleiten uns mit ihren Lehrwerken in diesen und weiteren Fragen z.B. zu Tempo, Phrasierung und Artikulation.
Daten: 25./26. September 2010; 11./12. Dezember 2010; 22./23. Januar 2011
Die Wochenenden können einzeln gebucht werden.
Kurskosten: Fr. 250.- je Wochenende à 8 Lektionen, inkl. Kursunterlagen
Intonation und Stimmung
Eine Einführung in historische Stimmungen und
Temperatur
Leitung: Urs Haenggli
An den 3 Doppellektionen soll ein Überblick entstehen über die verschiedenen historischen Stimmungs- und Intonationssysteme:
- Pythagoreische Stimmung (Mittelalter)
- Mitteltönige Stimmung (Renaissance)
- Temperierte Stimmungen (Barock)
- gleichschwebende Temperatur (20. Jh.)
Der Kurs hat hauptsächlich zum Ziel, Spieler und Spielerinnen von Melodieinstrumenten die Anpassung an die jeweilige Stimmung des Begleitinstruments (Orgel, Cembalo, Klavier, Laute, Gitarre ect.) zu erleichtern. Neben einem theoretischen Teil werden wir Stimmungen auf dem Cembalo selbst ausprobieren, und uns im Umgang mit Stimmgeräten üben.
Kurskosten: Fr. 220.- (3 x 2 Lektionen inkl. Kursunterlagen)
Leitung: Urs Haenggli
Spielen Sie Blockflöte? Suchen Sie eine Möglichkeit zum Ensemblespiel? Die Werkstatt für Alte Musik bringt Sie mit Gleichgesinnten auf dem selben Spielniveau zusammen.
Daten: nach Absprache (8 x 90 Min.)
Kosten: im Semester (8 x ) Fr. 480.- (im Trio); Fr.360.- im Quartett
Anmeldung an: Werkstatt für Alte Musik postmaster@werkstatt-alte-musik.ch
|