|
|
Alte Musik trifft Tango
mit Marcelo Nisinman, Bandoneon
(mitteltönig gestimmt)

Aarau -
So 11. Januar 2026 17.00, Stadtmuseum Aarau
Zürich - Di 13. Januar 2026 19:30, Helferei
Basel - Sa 17. Januar 2026, 20:00, Kulturhaus H95
Winterthur - So 18. Januar 2026, 17:00 Theater am
Gleis
Tickets

Mitwirkende:
Blockflöten: Conrad Steinmann, Helma Franssen,
Samira El Ghatta,
Priska Comploi, Elsa Frank, Mira Gloor, Bryony
Crawford, Urs
Haenggli (Basson de Chalumeau)
Das Ensemble diferencias setzt
mit „flautango“ fort, was es seit seiner Gründung 1992 immer tat:
Bekanntes mit Neuem zu verbinden und zu kontrastieren, sei es Alte und
Zeitgenössische Musik, sei es traditionelle Musik und Musik der
Renaissance oder des Mittelalters, sei es – wie im letzten Projekt –
gar die Begegnung mit einem Jazztrio. Und nun also mit Tango …
Vordergründig verbindet der Titel
des neuen Projekts „flautango“ selbstredend Flöte mit Tango. So
weit, so gut: man kann sich vorstellen, wie Flöten den Harmonien und
Rhythmen argentinischer Tangos auf die Spur kommen. Was aber
passiert, wenn ein 8-stimmiges Ensemble auf Renaissanceblockflöten
sich vereinigt, um Klassiker des Tangos wie inspiración oder la yumba
von Pugliese zu spielen? Wie soll dies gelingen und wo bleibt nur
das Bandoneon? Im Projekt „flautango“ gibt es indes auch ein
Bandoneon, allerdings eines der ganz besonderen, wirklich einzigen
Art, ein Bandoneon, das es bisher nicht gab. Der Instrumentenbauer
Thomas Fehr baut extra für dieses Programm ein Bandoneon, das in
Stimmung und Tonhöhe den Renaissanceblockflöten gleich ist, also
einen halben Ton höher als unsere übliche Tonhöhe von Hz 440 und
sogenannt mitteltönig eingestimmt, also mit reinen Terzen. Genau so wird
normalerweise die Musik der Renaissance gespielt. Und schon beginnt
das Vexierspiel: Der hervorragende und international bekannte
Tangospezialist Marcel Nisinman spielt auf diesem neu-alten
Bandoneon mehrstimmige Stücke aus dem 16. Jh., während das seit über 30
Jahren tätige Blockflötenensemble diferencias sich um das Repertoire
des Tangos kümmert!
Selbstverständlich spielen sie auch zusammen, selbstverständlich
verändern sich Renaissancestücke in tangoartige Musik, mitunter
verwandelt sich auch argentinische Musik des 20. Jh. in Klänge des
europäischen 16. Jh.
Seit seiner Gründung hat sich die 4-köpfige
Besetzung von diferencias nur minimal verändert. Nur eine
Mitspielerin musste gelegentlich ersetzt werden, sei es wegen Umzugs
nach Australien, Frankreich oder Italien oder wegen Geburt ihrer
Kinder. Nun kommen zum ersten Mal alle sechs ehemaligen und heutigen
Musikerinnen und die zwei Musiker zusammen, um gemeinsam dieses
Projekt zu spielen.

|